Horizonte - Dezember 2007

Liebe Freunde,

Hier finden Sie einige Gedanken die Kardinal Schönborn den Kardinälen des Patronatskomitees am 22. November in einem Saal des Geheimarchivs des Vatikans vorgeschlagen hat :

„Die Ansprachen von Johannes Paul II im Jahr 2002 in Krakau, dürfen wir wie ein Testament betrachten. Dort sprach der Papst von der Wichtigkeit, den Menschen die Göttliche Barmherzigkeit bekannt zu machen. Er hat auch die Welt der Barmherzigkeit anvertraut. Dazu hat er alle eingeladen Zeugen und Apostel der Barmherzigkeit zu werden.

Natürlich hat der Herr eine beeindruckende Antwort auf diese Einladung gegeben. Er hat Johannes Paul II gerade am Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit 2005 zu sich gerufen. Es war wie eine Unterschrift, ein Siegel.

Zum internationalen Einkehrtag 2005 sind nach Łagiewniki 150 Priester aus aller Welt gekommen. Wir haben uns gefragt : wie antworten wir auf diesen Ruf ? Wie können wir weiter machen ?

Die Idee eines Weltkongresses ist gereift. Diese wurde auf internationaler Ebene akzeptiert und hat ein großes volkstümliches, theologisches und spirituelles Interesse geweckt.“

So möchte der Weltkongress in Rom, und auch die lokalen Kongresse eine kirchliche Antwort auf den Ruf Johannes Pauls II sein. Die ganze Kirche ist gerufen pastorale Programme zu entwickeln die Konzepte der Barmherzigkeit enthalten.

 Die Komitees aller Kontinente und Nationen, sind aufgerufen diese Einladung an alle kirchlichen Einrichtungen zu richten, indem sie allen alles werden. So sollen die Koordinatoren, laut Kardinal Rylko „die Universalität garantieren“.

Der Geist der Armut von Sr. Faustyna soll uns führen : Diener eines Projektes zu sein welches über uns steht.

Oft befinden sich die Koordinatoren in einer besonderen kirchlichen Einrichtung : es sind Ordensleute, Angehörige von Vereinen, Bewegungen…Welch ein Reichtum !….Und doch sind sie fähig jede Realität wichtig zu nehmen, über die eigenen Sympathien hinaus : Diözesen, Pfarreien. Institute geweihten Lebens, neue Kommunitäten, weitere Vereinigungen…. Keine hat Vorrang, sondern alle sind gerufen mitzuwirken, weil die Barmherzigkeit der Schatz der ganzen Kirche ist.

Keine Gruppe kann erwarten bevorzugt zu werden. Die Komitees der Koordination haben ein universelles Herz. Keiner gebraucht seine Rolle, damit seine Gruppe zuerst davon profitieren kann. Die Barmherzigkeit ist glaubwürdig in dem Maß in dem sie nicht monopolisiert wird. Welch ein Zeugnis der Barmherzigkeit in den favelas von Sao Paolo ! Welch ein Staunen unter den Kindern aus Bangalore ! Welch eine Lektion für uns von Pfarrgruppen aus Manila die in den Armenvierteln wohnen ! Die Barmherzigkeit will gelebt werden, sie macht sich klein und arm und stellt die Würde unserer Brüder wieder her, sie macht auf neue Weise Gemeinschaft erfahrbar und verleiht der Mission eine neue Dynamik.

Das Ziel des Kongresses ist, zu empfangen und die Gabe Gottes mit allen zu teilen, sich über die Erfahrungen der Barmherzigkeit der anderen zu wundern. Es geht nicht darum eine Föderation von Gruppen zu bilden die andere ausschließt. Die Barmherzigkeit gehört allen. Das möchten wir uns zu Herzen nehmen !…Wir möchten uns von ihr in unseren Aktivitäten und unseren Projekten motivieren lassen !…

Dieser Kongress wird ein Kirchliches Fest sein, die Epiphanie der ungeteilten Liebe Gottes, seiner Aufgabe für die Menschheit. Er wird Sauerteig der Gemeinschaft und der Dynamik für die Mission der Kirche sein sowie Bereicherung der Charismen und Ämter. Jetzt versteht man die Worte von Stanislao Dziwisz (Kardinal Erzbischof von Krakau) besser : dieser Kongress war der Traum von Johannes Paul II !…

Der Herr möge zu uns kommen mit seiner Fülle : mit der Barmherzigkeit !

Allen, auf allen Kontinenten, die herzlichsten Weihnachtsgrüße !

P. Patrice Chocholski - Generalkoordinator